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Max Geschwill musste nicht lange auf seine erste besondere Botschaft im Trikot von Rot-Weiss Essen warten. Während der ersten Trainingseinheit im niederbayerischen Bad Birnbach holte Uwe Koschinat den Innenverteidiger zu sich, korrigierte Laufwege, gab Hinweise zum Pressing – und formulierte schließlich einen klaren Auftrag: „Innenverteidiger sind da, um Chef zu sein. Am Ende der Saison musst du lauter sein als ich. Dass ihm Verantwortung grundsätzlich liegt, daran hat Geschwill selbst keinen Zweifel. „Eine Kette zu führen, das kann ich auf jeden Fall. Das hat man auch zu meiner Drittliga-Zeit in Sandhausen schon gesehen“, sagt der Neuzugang selbstbewusst. Dennoch kennt er auch seine eigene Art. „Ob ich lauter sein werde als der Trainer, ist eine andere Frage, weil ich von Natur aus nicht der Lautsprecher bin“, sagt Geschwill mit einem Lächeln im Trainingslagergespräch mit dieser Redaktion. Ganz still werde es auf dem Platz allerdings keineswegs Ich spreche auf jeden Fall mit meinem Nebenmann. Vielleicht hört der Trainer die Kommunikation draußen später nicht immer. Aber das Wichtigste ist doch, dass es die Männer neben oder vor mir hören. Die müssen wissen, was zu tun ist.“ Diese Art von Kommunikation erwartet Koschinat von seiner letzten Linie. Die Innenverteidiger sollen verschieben, dirigieren und permanent coachen. Genau deshalb sprach der Coach in der ersten Einheit immer wieder mit Geschwill und den übrigen Defensivspielern. Der frühere Hoffenheimer bringt dafür einiges mit. In seiner Ausbildung durchlief er sämtliche Nachwuchsmannschaften der TSG, absolvierte später 19 Bundesligaspiele und traf beim 2:2 gegen Bayer Leverkusen sogar selbst. Auch Duelle mit Weltstars wie Harry Kane gehören bereits zu seinem Erfahrungsschatz. Trotzdem entschied sich Geschwill ganz bewusst für den Wechsel an die Hafenstraße. „Nach den letzten anderthalb Jahren, in denen ich eher sporadisch Spielzeit bekommen habe, ist es für mich einfach wichtig, wieder auf dem Platz zu stehen. Essen ist ein geiler Verein, es sind geile Fans drumherum und ich glaube, es ist hier eine ganz gute Adresse dafür.“ RWE-Neuzugang Geschwill sieht Gang in die 3. Liga nicht als Rückschritt – „ambitionierter Verein“ Den Gang in die 3. Liga versteht er deshalb ausdrücklich nicht als Rückschritt. „Hier ist natürlich schon auch ein ambitionierter Verein. Ich würde das nicht als Rückschritt nennen. Für mich ist es wichtig, wieder aufs Feld zu kommen.“ Große Versprechen möchte Geschwill vor seiner ersten Saison an der Hafenstraße zwar noch nicht abgeben. Dass in Essen einiges möglich ist, spürt er allerdings schon nach wenigen Tagen. „Natürlich möchte ich der Mannschaft so gut ich kann helfen, auf dem Platz stehen und in einem geilen Stadion spielen. Mal schauen, wohin die Reise am Ende führt.“ Die erste Aufgabe für den ehemaligen Bundesligaspieler steht ohnehin bereits fest. Koschinat hat sie ihm gleich zu Beginn des Trainingslagers mitgegeben: nicht nur verteidigen, sondern vorangehen. Aus Max Geschwill soll einer der neuen Chefs bei Rot-Weiss Essen werden.
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